Soziales, Wirtschaft und Umwelt nachhaltig verknüpfen
Gute und würdevolle Arbeit auch in Zukunft
Gute Arbeit ist das Leitbild meiner Politik. Für mich steht Gute Arbeit für faire Bezahlung, die volle Teilhabe am Sozialstaat, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und vor allem auch die lebenslange Weiterentwicklung der Qualifikation. Gute Arbeit macht nicht krank und bedeutet demokratische Teilhabe im Betrieb. Nur durch Gute Arbeit sichern wir Menschen nachhaltig Teilhabechancen am Sozialstaat. Woher kommt Gute Arbeit?
Im Industrieland Deutschland natürlich aus Zukunftstechnologien, gerade im Bereich Mobilität und Umwelt. Weitere Arbeitsplätze werden im Sozialen, also dem Dienst vom Menschen an Menschen entstehen. Pflege, Bildung, Kinderbetreuung und Gesundheitswirtschaft sind hier die wichtigsten Arbeitsmärkte der Zukunft. Politik muss ihren Teil dazu beitragen, dass Zukunftsberufe entstehen, nur so ist Gute Arbeit möglich.
Frank-Walter Steinmeier hat mit seinem Deutschlandplan die zukünftigen Schwerpunkte gelegt. Ein Beispiel will ich aus der Regierungsverantwortung der SPD hier nennen: Im Bereich der erneuerbaren Energien durch die Energieeinspeisevergütung sind hunderttausende von Jobs im Bereich der Umwelttechnologie entstanden. Das ist gute Politik für die Wirtschaft, gute Politik für die Umwelt und gute Politik für Gute Arbeit. Mein Ziel ist es, Soziales, Wirtschaft und Umwelt zu verbinden.
Gleiche Bildungschancen durchsetzen, das fördert Integration und sichert Fachkräfte
Jedes Kind ist gleich viel wert
Ohne Bildung keine Chancengerechtigkeit, ohne Chancengerechtigkeit nicht genügend Fachkräfte, ohne Fachkräfte keine Wertschöpfung, ohne Wertschöpfung kein Wohlstand – Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe an unserer Gesellschaft. Bildung ermöglicht den gesellschaftlichen Ein- und Aufstieg.
Als Arbeitsmarktpolitikerin weiß ich, dass Bildungschancen die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit sind. Noch immer hängt in Deutschland die Bildung unserer Kinder vom Geldbeutel und der Herkunft der Eltern ab. Das ist fatal. Deshalb brauchen wir ein chancengerechtes Bildungssystem von Anfang an - vom Kindergarten bis zur Hochschule. Natürlich heißt das auch, Bildung und Betreuung ohne Gebühren. Dafür setzte ich mich politisch ein. Nur so wird aus Bildung ein Menschenrecht. Dieses Menschenrecht setzt sich natürlich auch in kleinen Schritten durch: Zum Beispiel durch die Einführung des Rechts auf Nachholen eines Hauptschulabschlusses in der Arbeitsmarktpolitik in der großen Koalition. Das war notwendig, weil jährlich rund 70.000 Jugendliche die Schule ohne Schulabschluss verlassen. Damit haben wir auch die Kultur der 2. und 3. Chance, gegen den Willen der CDU durchgesetzt. Damit Menschen mit unterschiedlicher Herkunft im wahrsten Sinne des Wortes bei uns integriert sind, ist der wichtigste Schlüssel, unsere Sprache und Bildung. Auch deshalb brauchen wir ein Recht auf Spracherwerb, ein Recht auf Weiterbildung und nachholende Qualifizierung. Nur so können wir allen Menschen Perspektiven und Wege in unsere Gesellschaft eröffnen.
Auch deshalb will ich, dass unser starkes Baden-Württemberg Ausbildungsland Nr. 1 in Deutschland wird. Wir müssen dran bleiben für unser aller Zusammenleben aber vor allem für unsere Kinder! Sie sind unsere Zukunft!
Fachkräftebedarf sichern
Würde der Arbeit schützen
Würde der Arbeit heißt für mich: Jeder soll von seiner Hände Arbeit leben können. Deshalb brauchen wir den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrisen und flexibilisierten Arbeitswelt sind wir Sozialdemokraten mehr denn je gefordert, für die Würde der Arbeit einzutreten. Denn nicht alles, was in Deutschland Arbeit schafft, ist sozial. Wir müssen die Würde der Arbeit sichern, um Menschen nachhaltig in Arbeit zu halten. Denn wir brauchen jedem am Arbeitsmarkt, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen:
- Kein Jugendlicher darf verloren gehen: Ich fordere das Recht auf Ausbildung.
- Eltern brauchen passgenaue Programme und Förderungen, die ihnen den Spagat zwischen Kinderbetreuung und Beruf erleichtern. Besonders Alleinerziehenden müssen wir mit flächendeckenden Unterstützungsangeboten den Weg in die Berufstätigkeit erleichtern.
- Ältere brauchen neue Wege, um ihr Potential an Jüngere weitergeben zu können, damit ihr reichhaltiger Erfahrungsschatz nicht verloren geht.
- Migrantinnen und Migranten brauchen gezielte Förderung, um sich zu integrieren.
Nur wenn wir Brücken über Lücken in Erwerbsbiographien und passgenaue Möglichkeiten haben, um den Einstieg in den beruflichen und sozialen Aufstieg zu schaffen, können wir die Würde der Arbeit für jeden Einzelnen sichern und dem Fachkräftebedarf begegnen.
Kommunen stärken und generationsübergreifenden Zusammenhalt fördern
Heimat findet vor Ort statt
Städte und Gemeinden brauchen Handlungsspielräume. Denn sie sind direkt dran an den Bürgerinnen und Bürgern. Nur mit finanziellen Handlungsspielräumen können sie den sozialen Zusammenhalt, den sie am einfachsten vor Ort organisieren können, garantieren. Starke Kommunen investieren mit einem aktiven Gemeindeleben in ihre Bürgerinnen und Bürger und stärken damit den sozialen Zusammenhalt. Das müssen wir fördern!
Dafür brauchen sie eine eigene finanzielle Grundlage durch die Gewerbesteuer. Wir müssen es schaffen, alle Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu integrieren und Heimat mitzugestalten. So stärken wir den sozialen Zusammenhalt vor Ort, in der Region, im Land und im Bund.




