SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast wirft ihren Abgeordneten-Kollegen Gunther Krichbaum (CDU) und Hans-Ulrich Rülke (FDP) vor, sich nicht „klar und eindeutig“ von den schlimmen Ereignissen in Thüringen zu distanzieren. „Mit Verlaub: Das ist mir zu halbherzig.“

„Was ich da von beiden gelesen habe, reicht nicht. Mit Verlaub: Das ist mir zu halbherzig. Ich weiß, dass beide überzeugte Demokraten sind. Aber das hat weder was mit ‚Unvernunft‘ zu tun, noch ’stören‘ die AfD-Stimmen. Das war ein Tabubruch mit historischer Tragweite. Das ist unverzeihlich“, so die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion.

Man könne eine Wahl auch nicht annehmen. „Das hätte Thomas Kemmerich tun können, hat er aber nicht. Es ist auch nicht relevant, was er Kollege Rülke am Telefon versichert hat“, so Mast. Sie selbst hätten bereits erste sehr besorgte Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern aus der Region erreicht, die sich an die schlimmsten deutschen Stunden erinnerten.

„Der demokratische Konsens lautet: Nie wieder. Dieser wurde verlassen. Und genau darum geht es“, so Mast. Es sei folgerichtig, dass jetzt bereits am Wochenende ein Koalitionsausschuss folge. „Die CDU ist jetzt am Zug. Und die FDP sollte dringend klären, für welche Politik sie eigentlich steht“, so Mast.

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