SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat das „konsequente und besonnene“ Handeln aller Verantwortlichen der öffentlichen Hand in der Region gelobt. Gleichzeitig erneuerte sie ihre Kritik an Müller Fleisch. Sie sprach von einem „starken Stück“.

„Soziale und unternehmerische Verantwortung endet nicht in einer Krise. Die Menschen, um die es hier geht, haben oder tragen entscheidend zur Wertschöpfung bei. Sie jetzt im Stich zu lassen und nach Steuergeldern zu rufen ist ein starkes Stück“, so Mast. Für die Eindämmung der Pandemie trage jede und jeder einzelne Verantwortung, so die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion.

Klar sei, dass es dabei nicht nur um Infektionswege im Betrieb, sondern auch in den Sammelunterkünften gehe, so Mast. “Diese Unterbringung gehört zum Geschäftsmodell – egal ob da Beschäftigte von Müller Fleisch oder von Subunternehmern wohnen. Müller Fleisch ist sogar teilweise selbst Vermieter”, so Mast.

“Für mich hat Priorität, jetzt den Ausbruch schnell zu beenden. In unseren Behörden vor Ort wird fast Rund-um-die-Uhr gearbeitet und beispielsweise mit den Quarantäne-Gebäuden neue Wege gegangen, um die Bevölkerung zu schützen“, so Mast.

Den Herausforderungen jetzt schließe sich definitiv eine politische Debatte an, so Mast. „Da reden wir dann nochmals intensiv über die Themen Werkverträge, Unterbringung von allen Beschäftigten und was wir als Verbraucherinnen und Verbraucher tun können“, so Mast.

Die breite öffentliche Diskussion, die sich beispielweise übers Wochenende in den Leserbrief-Spalten entwickle sei wichtig, um zu Veränderungen zu kommen, die nötig seien und sich jetzt sehr deutlich zeigten.

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