SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat sich erneut zur Debatte um die Arbeits- und Lebensbedingungen in der bundesdeutschen Fleischindustrie geäußert.

Die Ereignisse in Birkenfeld bei Müller Fleisch hätten mit dazu beigetragen, dass es auf Bundesebene erneut zu Gesetzesverschärfungen komme. Sie hätte sich nicht vorstellen können, welches Ausmaß in der gesamten Fleischindustrie erreicht werden würde. „Damit muss jetzt ein für alle Mal Schluss sein.“ „Es hat sich leider erneut durch den massiven Ausbruch am Mittwoch bei Tönnies bestätigt: Das Infektionsgeschehen und die Unterkünfte stehen in engem Zusammenhang“, so Mast. Erneut seien hunderte Menschen erkrankt. Dieses Mal in Nordrhein-Westfalen.

„Es gibt bundesweit Parallelen und Strukturen, die ein Ende haben müssen. Ich habe heute erneut mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil persönlich über die Corona-Ausbrüche in der Fleischindustrie gesprochen. Erste Änderungen erfolgen diese Woche, weitere werden in Kürze folgen – wie in der Koalition verabredet“ , so die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Jede und jeder, der an das Thema politisch halbherzig herangehe, werde durch die Realität eines besseren belehrt, so Mast. Dabei habe sie die Namen Hauk, Laschet, aber auch Hofreiter und Lucha im Kopf. „Ich bin da sehr klar und pragmatisch. Und ich bin thematisch eine Langstreckenläuferin und keine Neueinsteigerin. Und leider muss man das ja heute auch sagen: Ein Virus kennt keine Nationalität. Diese Debatten über die Herkunft der Betroffenen sind schäbig. Ich hoffe, dass alle Erkrankten schnell wieder gesund werden „, so Mast.

Sie wies darauf hin, dass der Bundestag am Donnerstag bereits sehr wichtige Entscheidungen getroffen habe. „Wir haben heute ein mehrsprachiges Beratungsangebot für die Betroffenen finanziell aufgestockt und die Mittel verstetigt. Es handelt sich dabei um das Projekt  ‚Faire Mobilität‘ des Deutschen Gewerkschaftsbundes“, so Mast. Mit neun Beratungsstellen würden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus anderen EU-Mitgliedsstaaten in ihrer eigenen Sprache dabei unterstützt, gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt durchzusetzen, so die Leiterin der Taskforce der SPD-Bundestagsfraktion für die „Sozialen Folgen der Corona-Pandemie“

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