SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat aktuelle Meldungen aus der 
Tönnies-Firmenzentrale zum Anlass genommen zu fragen, „was bei Müller 
Fleisch geplant ist“. Im Mittelpunkt stehe, ob das Unternehmen bereit sei, 
diejenigen, die jetzt noch als Werkvertragsbeschäftigte arbeiten, fest beim Unternehmen anzustellen. Zudem sei die Frage der Zukunft der Unterbringung offen. 
Auch hier habe es ja bereits in den letzten Tagen erneut Kritik gegeben.

„Es ist ein offenes Geheimnis. Ich habe mich die letzten Tage auch  öffentlich sehr deutlich zu Tönnies geäußert. Das angekündigte Gesetz unseres sozialdemokratischen Bundesarbeitsministers Hubertus Heil kommt auf jeden Fall. Ich fände dennoch spannend, ob sich jetzt auch bei Müller Fleisch etwas tut“, so die stellvertretende 
Vorsitzende der  SPD-Bundestagsfraktion. Als erster bundesweiter Pandemiefall in der deutschen Fleischindustrie 
sehe sie eine besondere Rolle, so Mast.

„Nachdem das Virus aktuell nicht mehr da ist, müssen die Folgefragen geklärt werden. Das betrifft die Kosten, aber natürlich auch die Zukunft der Arbeitsplätze und der Arbeitsbedingungen – mir ist das zu viel business as usual“, so Mast.

Hinzu komme, dass Martin Müller stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Fleischwirtschaft sei. 
Schon daraus ergebe sich eine gewisse Rolle für die gesamte Fleischindustrie. „Der Verband ist völlig auf Tauchstation – 
das ist ihre Sache und nicht meine“, so Mast. Noch immer erhalte sie tagtäglich Rückmeldungen zum Thema aus der Bevölkerung.
„Es bleibt auf jeden Fall auf der politischen Agenda.“

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