SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat die Beschlüsse der Klausursitzung ihrer Fraktion an diesem Donnerstag und Freitag in 
Berlin „als wegweisend“ bezeichnet. Ihr Anliegen sei gewesen, so Mast, die Herausforderungen vor denen die Menschen in Pforzheim und dem 
Enzkreis stehen, „in konkrete Politik zu übersetzen“. Beispiele hierfür seien neue Zeitmodelle für Familien, ein Sozialstaat auf 
Augenhöhe und ein Zukunftspaket für die Autoindustrie.

„Es kommt jetzt entscheidend darauf an, welche Lehren wir aus der Krise ziehen. Für mich ist zentral, das Soziale noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken, 
damit der Zusammenhalt gestärkt wird. Es sind Familien, die dieses Land durch diese schwere Zeiten tragen. Das wurde mir bei zahlreichen Gesprächen 
nochmals sehr klar. Deshalb müssen und werden Familien an erster Stelle stehen. Dafür braucht es auch Zeit für Familie und damit ein 
neues Verständnis für Zeit. Arbeit muss zum Leben und den Kindern  passen“, so die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. 
Dazu zähle mehr Flexibilität für Familie, Fürsorge und Pflege. 

Dieses Ziel wolle die SPD Stück für Stück umsetzen.

„Nicht nur mit der Familienarbeitszeit, sondern auch mit einem  Rechtsrahmen für mobiles Arbeiten und Homeoffice und dem persönlichen 
Zeitkonto. Das ist für uns nicht nur ein Anspruch, der während der Corona-Pandemie gilt, sondern auch zukünftig. Dabei soll die 
Familienarbeitszeit verbunden mit einem staatlichen Zuschuss die Absenkung der Arbeitszeit für beide Eltern möglich machen“, so Mast.

Neu ist das politische Leitbild vom „Sozialstaat auf Augenhöhe“.  „Wer in einer schweren Lebenslage Hilfe braucht, so wie es in den letzten 
 Wochen beim Kurzarbeitergeld in Pforzheim und dem Enzkreis der Fall war – soll sich nicht schämen müssen. Der Sozialstaat muss als Partner
handeln, und zwar bei allen Leistungen“, so Mast, die die Taskforce der SPD-Bundestagsfraktion zu den „Sozialen Folgen der Corona-Pandemie“  leitet. 

Wichtig findet Mast, dass sich ihre Fraktion für einen „Auto-Pakt“ ausspricht. Dies sei auch eine sehr gute Nachricht für alle, die in der gesamten Region bei 
Zulieferern oder den Herstellen selbst beschäftigt seien. „Erst kürzlich war ich mit Fraktionschef Rolf Mützenich bei Mahle-Behr in Mühlacker. Natürlich prägen uns solche 
Gespräche vor Ort. Das wäre für mich auch gar nicht anders möglich“, so Mast. So seien beispielsweise für die Zulieferer regionale Beteiligungsfonds im Gespräch.

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