SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat die Bedeutung jüdischen Lebens in Pforzheim, der gesamten Region und ganz Deutschland betont. „Es ist eine Bereicherung. Es ist einzigartig. Es ist angesichts unserer Geschichte nicht selbstverständlich.“ Mast äußert sich anlässlich des Gedenkens an die vor 80 Jahren nach Gurs deportierten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Sie zeigt angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie Verständnis für die Absage der geplanten Präsenzveranstaltung. Für sie gelte der Leitsatz „Nie wieder“. Sie werde sich, so Mast, immer und überall Hass und Hetze entgegenstellen.

„Erinnern ist wichtig. Denn ohne erinnern wird vergessen. Und das darf niemals passieren. Jüdinnen und Juden sehen sich bis heute schlimmen Angriffen ausgesetzt. Sie selbst und ihre Einrichtungen stehen bis heute teils unter Polizeischutz. Und es kommt auch immer wieder bei uns vor Ort zu entsetzlichen Szenen“, so die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Sie stehe fest an der Seite der Menschen, die ihren Glauben frei leben wollen. Mast fordert alle auf, „wo immer Jüdinnen und Juden gefährdet sind, das Wort zu ergreifen und sich entgegenzustellen“. Das gelte auch für das Netz, in dem es entsetzliche Entgleisungen gebe, so Mast.

„Ich verneige mich vor allen Opfern und Ihren Familien, die in Gurs ums Leben kamen und die schlimmstes Leid erfahren mussten. Auch ich werde am Donnerstag in aller Stille ihrer gedenken“, so Mast.

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