Die SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Mast warnt vor einer Radikalisierung von Corona-Leugnern. 

„Wenn Kritik zu Gewalt wird, schadet das uns allen. Das muss man im Auge behalten“, so Mast. „Und wenn Rechtsradikale mit marschieren, gibt es nur eine Option: Sich distanzieren. Laut und deutlich“. Kritik sei legitim und gehöre zur Demokratie, aber auch dabei müssten Abstandsgebote eingehalten werden. 

Nicht alle, die gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen, seien Rechtsextremisten. „Aber sie widersprechen auch nicht. Damit machen sie sich immer wieder mit Rechtsextremisten gemein, ob sie wollen oder nicht“, so Mast. Gleichzeitig mehrten sich Stimmen, die eine Radikalisierung der Bewegung der Corona-Leugner von innen heraus befürchte. In Leipzig wurden Plakate gezeigt, auf denen „Ich bin Covidjud“ stand, versehen mit einem Davidstern. 

„Es handelt sich hierbei um ganz klaren Antisemitismus. So etwas hat nichts mit Kritik an Corona-Maßnahmen zu, ebenso, wie diese als „diktatorisch“ zu bezeichnen. Das geht zu weit“, so Mast. „Es gibt immer mehr klare Zeichen von Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung.“ 

Die Einschränkungen in der Corona-Pandemie seien „schwer verdaulich“, aber hätten ein klares Ziel: Gesundheit und damit Menschenleben schützen. Die Meinungsfreiheit stünde nicht über Leben und Tod oder der Menschenwürde.

Share and Enjoy !

0Shares
0 0