SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat die Bürgerinnen und Bürger in Pforzheim und dem Enzkreis erneut dazu aufgerufen, „den Lockdown sehr ernst zu nehmen. Keine Kompromisse oder Sätze wie ‚wird schon gehen‘ „. Sie appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen. Wieder befinde sich ganz Deutschland an einem neuralgischen Punkt. „Wir und nicht das Virus entscheiden, wie es weiter geht.“ Mast gab erstmals auch sehr persönliche Einblicke.

„Ich bin sehr froh, dass so viele Menschen mitziehen. Genau das macht unsere Stärke aus. Die Zahlen sind ein Indikator. Mir geht es aber vielmehr um die menschlichen Schicksalen dahinter“, so die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Die Lage in der Region bezeichnete Mast als „äußerst angespannt.“

„Wir alle sind gefordert. Das Verhalten jedes Einzeln entscheidet. Bitte nehmen Sie das ernst. Denken sie nicht, es kommt nicht auf sie an. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und nur unsere Gesellschaft als Ganzes wird diese Pandemie überwinden“, so Mast.

Auch sie spüre das Virus in ihrem Alltag. „Es ist mir mehrmals sehr nahe gekommen. Deshalb wurde ich auch bereits mehrfach getestet. Ich kenne das Gefühl, auf ein Ergebnis zu warten. Ich weiß wie es ist, wenn die Kinder in Quarantäne sind. Ich habe Menschen verloren – das schmerzt sehr. Ich habe um erkrankte Menschen gebangt. Das ist mir nicht fremd. Ich kenne Menschen, die in der Pflege arbeiten und mir hautnah berichten“, so Mast.

Auch bei ihr finde Weihnachten nicht wie gewohnt statt. „Für mich und meine Familie gelten selbstverständlich die gleichen Regeln“, so Mast. Auch befinde sich ein enger Verwandter in Quarantäne. „Vielleicht feiern wir per Video zusammen“, so Mast. Sie rief dazu auf, achtsam zu sein. „Einsamkeit macht krank. Bleiben sie virtuell oder per Telefon in Kontakt“, so Mast.

Verständnis zeigte Mast für Menschen, die aufgrund der zahlreichen Regelungen verunsichert seien, was gelte. „Da muss die grün-schwarze Landesregierung dringend einen deutlichen Zahn zulegen. Die Verordnungen immer auf den letzten Drücker zu veröffentlichen schafft kein Vertrauen. Aber das brauchen wir“, so Mast.

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