SPD-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvizin Katja Mast hat sich „sehr kritisch und teils auch entsetzt“ angesichts der Berichte von einer Demonstration am vergangenen Wochenende in Pforzheim gezeigt.“Wer für sich in Anspruch nimmt, für Grundrechte einzutreten, gleichzeitig unsere freie Presse aufs Übelste beschimpft und die Sprache des Nationalsozialismus verwendet, der entlarvt sich selbst.“ Die dritte Welle der Pandemie baue sich bedrohlich auf, man könne längst auch von einer „neuen Pandemie“ sprechen.

„Ich bin an der Seite derer, die alles dafür tun, dass wir das Schlimmste verhindern und die ’neue‘ Pandemie schnell und konsequent brechen. Das ist immer noch die Mehrheit in Pforzheim, dem Enzkreis und in ganz Deutschland. Ich habe kein Problem damit, wenn Menschen demonstrieren. Jede und jeder einzelne ist aber auch dafür verantwortlich, neben wem sie oder er da steht“, so Mast.

Wer nach über einem Jahr immer noch bestreite, dass es die Corona-Pandemie gebe, „der muss sich fragen lassen, wo er die letzten Monate eigentlich war. Ich für meinen Teil und mit allen Informationen die ich habe, kann solche Aussagen mit meinem Gewissen nicht vereinbaren“, so Mast.

Es handele sich um andere Viren, so Mast. „Sie sind infektiöser, die Krankheitsverläufe sind länger, wer intensivmedizinisch behandelt werden muss, liegt länger im Krankenhaus und es trifft Kinder wesentlich häufiger. Wir sind eigentlich nicht in einer dritten Welle, sondern in einer schweren, neuen Pandemie“, so Mast. Es sei auch brandgefährlich, dass immer wieder versucht werde, Errungenschaften unserer Demokratie in Frage zu stellen. „Unsere Presse ist frei. Pressefreiheit ist ein Grundrecht. Menschen sterben zum Teil, wenn sie als Journalisten arbeiten. Wer anderes behauptet, legt die Axt an das Fundament unserer Verfassung“, so Mast.

Bundeskanzlerin Merkel habe am Sonntagabend in der Sendung Anne Will im Ersten sehr deutlich gemacht, wo wir derzeit stehen. „Es geht jetzt um das Land als Ganzes und es geht darum, diese Pandemie so schnell, als möglich zu beenden. Ich bin fest entschlossen: Das wird gelingen.“

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