Kinder leiden besonders unter der Pandemie – deshalb nimmt die SPD-Fraktion im Bundestag sie in den Blick und plant ein 2 Milliarden schweres „Corona-Aufhol-Paket“, das auch auf die Initiative der Pforzheimer Bundestagsabgeordneten Katja Mast zurück geht. Für Mast sind die im „Corona-Aufhol-Paket“ enthaltenen Maßnahmen „absolut notwendig, um gezielt die Lücken für unsere Jugend auszugleichen“. Das Corona-Aufholpaket soll im Nachtragshaushalt verankert werden, der nächste Woche im Bundestag verabschiedet werden soll.

„Kinder brauchen Kinder. Der Kontakt zu Gleichaltrigen ist essenziell. Momentan fehlen diese für die soziale Entwicklung unersetzlichen Momente“, so Mast. Man müsse „hingucken und handeln“, um Kindern und Jugendlichen, deren Entwicklungsperspektiven durch die Corona-Pandemie eingeschränkt wurden, Ausgleich zu ermöglichen. Das 2 Milliarden schwere „Corona-Aufhol-Paket“ soll gezielt Kindern und Jugendlichen helfen, um in Zeiten der Pandemie und danach eine möglichst gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten.

„Wo nötig, muss Lernhilfe her und zudem in Kinderbetreuung investiert werden. Auch in Freizeit und Ferien braucht es zusätzliche Angebote“, so Mast. Eine Möglichkeit zum Kompensieren des Lernausfalls seien Lerncoaches, wofür Lehramtsstudierende, pensionierte Lehrer, Personal von Weiterbildungsträgern, Stiftungen und Volkshochschulen in Frage kämen.

„Neben Defizite in der Schule werden besonders der altersgerechte Umgang ausserhalb der Familie aufzuholen sein. Wir nehmen also die gesamte Entwicklung der Kinder ins Auge“, so Mast. Corona führe zu schweren Belastungen bei Schülerinnen und Schülern, es fehle der regelmäßige Umgang mit Freunden ebenso wie der Vereinssport. In den Schulferien brauche es kinder- und jugendgerechte Bildungs- und Erholungsangebote. Spezielle Angebote wie die Familienerholung könnten helfen, wenn durch die Pandemie „familiäre Beziehungen belastet sind oder Schicksalsschläge verarbeitet werden müssen“. Auch Institutionen wie Mehrgenerationenhäuser, Jugendarbeit und Familienzentren sollen profitieren.

„Immer mehr Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern zu Kindern und ihren spezifischen Problemen im Umgang mit der Pandemie haben mir die Rückendeckung gegeben, nicht nur die schulischen Defizite in den Blick zu nehmen“, so Mast. „Wir müssen die Probleme von Kindern und Jugendlichen ganzheitlich betrachten.“ Das habe sie auch in ihrer Rede zu „Kinderrechten im Grundgesetz“ heute im Bundestag klar gemacht. „Die SPD hat die Bedürfnisse von Familien und Kinder fest im Blick“, so Mast abschließend.

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