Angesichts Terminmangel, Impftourismus quer durchs Land, Impfdränglern und drohenden Engpässen in Impfzentren kritisiert die SPD-Fraktionsvizin und Pforzheimer Bundestagsabgeordnete das Impfmanagements des Gesundheitsministers als „desaströs“.

„Keine Klarheit, stattdessen Chaos – dieser Situation sehen sich leider tausende Impfwillige in Baden-Württemberg ausgesetzt“, so Mast. Die Aufhebung der Impfpriorisierung von AstraZeneca durch die Landesregierung habe die Situation maßgeblich verschlimmert.

„Schon vorher waren die Arztpraxen dicht, jetzt rufen noch mehr Leute an“, so Mast. „Ich verstehe nicht, warum man vor so einer Freigabe nicht an zentraler Stelle Impfwillige sammelt und gezielt deren Wünsche abarbeitet.“ Die technischen Möglichkeiten seien vorhanden, eine einfache datenschutzkonforme Homepage würde Abhilfe schaffen.

„Impfwillige sammeln ist keine Raktenwissenschaft. Die Nachfrage ist da, selbst nach AstraZeneca, das hat der „Pforzheimer Pieks“ beim Supermarkt in Huchenfeld gezeigt“, so Mast. „Das nun alles bei den Hausärzten abzuladen ist der falsche Weg.“ Sie höre von vielen Seiten Klagen – Impfwillige bekämen trotz Zugehörigkeit zur Prio-Gruppen keine Termine und bei Arztpraxen seien Telefonleitungen verstopft.

„Jetzt kündigen schon die ersten Angestellten, dabei entscheidet doch die Kraft und die Verfügbarkeit des Personals, wann wir über den Berg sind“, so Mast. Sie habe den Minister im März auf die Probleme bei der Terminvergabe hingewiesen. Die Antwort habe Problembewusstsein gezeigt, das Problem sei aber immer noch da.

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