SPD-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvizin Katja Mast hat die heutige finale Tarifeinigung in der deutschen Fleischindustrie begrüßt. Sie spricht von einem „guten Tag für alle Beschäftigten.“

Mast erhofft sich von der Einigung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf einen Mindestlohn auch eine bessere Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Müller Fleisch.

„Das ist heute ein sehr guter Tag. Endlich gibt es einen neuen Branchenmindestlohn für hart arbeitende Menschen in der deutschen Fleischindustrie. Das wurde durch das von mir auf den Weg gebrachte Arbeitsschutzkontrollgesetz möglich. Zahlreiche Fleisch-Fürsten haben gedacht, sie könnten machen, was sie wollen. Tausende Corona-Infektionen in den Schlachtfabriken in den letzten eineinhalb  Jahren haben gezeigt, zu welchen miesen Bedingungen Menschen dort schuften und leben mussten, bis bei uns ein Schnitzel auf den Teller kommt“, so Mast.

Sie erinnere sich sehr gut an jede einzelne Erfahrung mit einem großen bundesdeutschen Player der Branche, der seinen Sitz in Birkenfeld hat. „Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Familie Müller an die Spitze der Bewegung für eine Verbesserung der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen insgesamt setzt. Leider war es ziemlich ruhig“, so Mast.  Umso besser, dass sich die Verhandlungsführer geeinigt hätten.

 „Der Mindestlohn jetzt ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu anständigen Arbeits- und Lebensbedingungen, die die Branche dringend braucht. Dass jetzt weitere Gespräche zu einem Mindesarbeitsbedingungstarifvertrag folgen sollen, begrüße ich ausdrücklich. Ich danke der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten für ihr Verhandlungsgeschick“, so Mast. Sie werde die Branche auch weiterhin sehr genau beobachten. „Für mich war und ist das keine politische Eintagsfliege.“

Mast nimmt in ihrer jüngsten Äußerung auch Bezug auf die aktuelle Entwicklung in Puncto Kosten für die Quarantäneunterkünfte. „Meine Position, dass der Steuerzahler nicht dafür aufkommen sollte, ist seit langem allen bekannt. Das wurde anders entschieden. Ich finde: Die grün-schwarze Landesregierung macht sich einen schlanken Fuß. Dass sie etwas für die Zukunft daraus lernt, glaube ich nicht.“

Dass die Firma Müller Fleisch spenden wolle, habe sie, so Mast, zur Kenntnis genommen. „Ob das Unternehmen nicht nur die Testorganisations-, sondern auch die Testkosten im Blick hat, bleibt weiter fraglich. Bei mir bleibt mehr als ein fader Beigeschmack“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete.

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