SPD-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvizin Katja Mast hat sich in die Debatte um „Billigfleisch“ eingeschaltet.

Hintergrund ist die Ankündigung eines großen Lebensmitteldiscounters, sein Sortiment schrittweise umzustellen.

Mast fordert eine „Regionaloffensive Fleisch“. Entscheidend sei, woher die Tiere kämen, wie sie gehalten würden und unter welchen Arbeitsbedingungen das Fleisch produziert werde. Mast stellt sich damit hinter den Bauernverband und regionale Metzger, die ein klares Bekenntnis zu regionaler Ware gefordert hatten.

„Es ist doch so: Der Bauer vor Ort, weiß was er tut. Der Metzger auch. Den Tieren wird viel erspart. Die Wurst und das Fleisch schmeckt“, so Mast. Sie fordert dazu auf, die Debatte um die Arbeitsbedingungen in der Branche weiter im Blick zu behalten.

„Meine Erfahrung aus monatelangem Ringen mit den deutschen Fleisch-Baronen ist: Die Arbeitsbedingungen im Metzgerhandwerk sind um ein vielfaches besser, als in den Großschlachtereien. Die großen Lebensmitteldiscounter können sich da auch nicht vom Acker machen, sondern müssen Verantwortung übernehmen. Wenn das jetzt passiert, gut. Ich werde das aber ebenfalls sehr genau begleiten“, so Mast.

Es zähle eben auch, welches Produkt, woher am Ende der Produktionskette in der Ladentheke liege. Jede Verbraucherin und jeder Verbraucher könne, so Mast, schon jetzt ganz konkret etwas tun – das sei jedoch nur ein Teil der Verantwortung.

„Es ist aber kein großes Geheimnis: Ich kaufe mein Fleisch beim Metzger. Ich bin ein Kind der Ladentheke“, so Mast.