SPD-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvizin Katja Mast hat sich an das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gewandt. Sie setzt sich im Zuge der Mittelvergabe für das Corona-Aufholpaket dafür ein, dass auch Familien mit schwerst-pflegebedürftigen Kindern zum Zug kommen. Konkret hat Mast dabei die Familienherberge Lebenswege in Illingen im Blick. Jetzt liegt die Antwort von Staatssekretärin Juliane Seifert aus dem BMFSFJ vor.

„Ich kenne die Familienherberge Lebensweg in Illingen sehr gut. Ich weiß, welche Unterstützung Familien mit schwerst-pflegebedürftigen Kindern dort erhalten. Da steckt richtig viel Herzblut drin. Die Gespräche mit den Familien gehören zu meiner politischen Arbeit im Berlin mit dazu. Familien, die sich rund um die Uhr um ihre Kinder kümmern müssen, brauchen gerade jetzt besonders Erholung“, so Mast. Nicht immer sei es selbstverständlich, dass jede Einrichtung von Förderprogrammen profitiere – deshalb stehe sie in engem Kontakt mit der Familienherberge und habe sich direkt an das BMFSFJ gewandt, so Mast. Staatssekretärin Juliane Seifert teilt Mast jetzt mit, dass die Familienherberge Illingen im Fokus des Ministeriums stehe. „Das klingt vielversprechend“, so Mast.

Noch werde im BMFSFJ an der Förderrichtlinie gearbeitet. Es sehe aber, so Mast, gut aus, dass Einrichtungen wie die Familienherberge Lebensweg in Illingen von dem Programm profitieren. Dies gelte auch für die Familien, die dort Zeit verbringen. Losgehen könne es schon im Herbst. „Familien mit besonderen Herausforderungen brauchen gerade nach der Pandemie Familienzeit, Erholung und Regeneration – darauf zielt das Aufholpaket ab. Mir war in den Verhandlungen immer wichtig, dass es nicht nur Lernförderung beinhaltet, sondern dass auch das Lernen sozialer und emotionaler Kompetenz gefördert wird. Vieles war in der Pandemie schlicht nicht möglich – aber: Kinder brauchen Kinder. Ich bin sehr froh, dass wir mit dem Programm den Fokus darauf lenken“, fasst Mast die Ziele zusammen.

Das Corona-Aufholpaket wurde kürzlich vom Bundestag verabschiedet. Mast hatte im Vorfeld die politischen Weichen dafür gestellt. Es geht darum, dass Kinder und Jugendliche zusätzliche und gezielte Hilfen in der Zeit nach Corona bekommen. In der Region fand hierzu bereits auf Einladung von Mast Anfang Mai ein Fachgespräch statt. Das Corona-Aufholpaket für Kinder und Jugendliche ist mit insgesamt 2 Milliarden Euro für dieses und nächstes Jahr ausgestattet. Es beinhaltet unter anderem Maßnahmen zur frühkindlichen Bildung, zur Lernförderung sowie zur Förderung von Jugend- und Familienfreizeiten. In Familienferienstätten sollen Familien mit kleineren Einkommen in diesem und im nächsten Jahr eine Woche Urlaub verbringen können –bis zu 90 Prozent der Kosten werden dabei aus dem Aufholpaket finanziert. Außerdem vorgesehen ist ein Freizeitbonus von 100 Euro für Kinder aus bedürftigen Familien, der für Ferien,- Sport oder Freizeitaktivitäten eingesetzt werden kann.

Share and Enjoy !

0Shares
0 0