SPD-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvizin Katja Mast wird am Mittwoch in Berlin am Großen Zapfenstreich teilnehmen. Anlass ist die Beendigung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan. Ferner wird Mast auf Einladung des Bundestagspräsidenten einem Empfang für die Soldatinnen und Soldaten beiwohnen. Mast sprach im Vorfeld von „einem großen Dienst an unserem Land“. Als Verfechterin einer Parlamentsarmee sei für sie selbstverständlich, zur Ehrung nach Berlin zu reisen.

„Die Soldatinnen und Soldaten, die in Afghanistan waren, haben sich um unser Land verdient gemacht. Ich denke auch an diejenigen, die ihr Leben lassen mussten. Und ich denke an ihre Familien und all‘ die Angehörigen, die um sie trauern“, so Mast. Ihnen alle gelte Anerkennung und Respekt. Für sie persönlich sei die Entscheidung, Soldatinnen und Soldaten in den Einsatz zu schicken die jeweils Schwerste, die sie zu treffen habe, so Mast. „Gleichzeitig stehe ich voll und ganz hinter der Parlamentsarmee.“

Mast spricht sich dafür aus, den Einsatz in Afghanistan sehr differenziert zu betrachten. Es sei richtig, dass jetzt ein Zapfenstreich stattfinde. „Aber es gibt sehr berechtigte Kritik an diesem Einsatz. Das muss und wird aufgearbeitet. Zu diesem von mir befürwortet Weg zählt allerdings, dass man nicht die einzelnen Soldatinnen und Soldaten verantwortlich macht, sondern die Tragik dieses Einsatz in einem viel größeren Kontext betrachtet und Schlussfolgerungen zieht, die über den Tag hinaus gelten „, so Mast.

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