SPD-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvizin Katja Mast hat sich angesichts der Beratungen im Bundestag zum Infektionsschutzgesetz mit einem sehr klaren Appell an die Öffentlichkeit gewandt. „Wir sind bei uns längst im Notfallmodus“. Dies müsse allen klar sein. Die Politik handele, aber es komme jetzt auf jede und jeden Einzelnen an. „Die Verantwortung zur Bekämpfung des Coronavirus, kann niemand an der Garderobe abgeben“. Mast ist Mitglied im Hauptausschuss des Bundestages, der über die neuen Maßnahmen berät, die am Donnerstag verabschiedet werden sollen.

„Die Corona-Pandemie hält an. Mehr noch: Die Infektionszahlen sind deutschlandweit so hoch wie nie – allerdings mit hohen regionalen Unterschieden. Umso wichtiger ist es, dass weiterhin wirksame Schutzmaßnahmen zur Verfügung stehen, um der Pandemie zielgerichtet die Stirn bieten zu können. Auch Maskenpflicht und Abstandsgebot werden uns noch eine Weile begleiten. Vor allem der Arbeitsplatz darf nicht zum Infektionsort werden – das stellen wir sicher. Weiter muss zudem Homeoffice, wo möglich, angeboten und genutzt werden, um Kontakte reduzieren zu helfen“, so Mast.

Nahezu täglich erreichten sie aus Pforzheim und dem Enzkreis sehr deutliche Worte von Menschen, die gegen das Coronavirus in Arztpraxen, Krankenhäusern und Verwaltung kämpfen. „Was wir jetzt politisch machen, muss sein. Aber jede und jeder der persönlich noch eine deutlich ‚Schippe drauf legt‘ hilft mit, die Pandemie zumindest abzuflachen. Beispielsweise sich impfen zu lassen und Kontakte zu reduzieren. Die überwiegende Zahl der Menschen verhalte sich „hoch verantwortlich“. Mast wies darauf hin, dass 2G „kein Freifahrtschein“ sei. Selbst dann seien mindestens noch Schutzmaßnahmen notwendig.

„Wir können sehr gerne nach der Pandemie darüber sprechen, wer an was schuld ist und was versäumt hat. Das ist dem Virus jetzt aber egal. Nicht egal sollte uns allen sein, wie es denjenigen geht, die auf Intensivstationen, in der Arztpraxis oder beim Gesundheitsamt gegen das Virus kämpfen und um Menschenleben ringen“, so Mast. Alle seien irgendwann auf das Gesundheitswesen angewiesen. „Wenn es jetzt an die Wand gefahren wird, zahlen wir dafür in Zukunft einen hohen Preis“, so Mast. Die Bekämpfung der Corona-Pandemie sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

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