Statement Katja Mast:

Mir liegen bereits Informationen vor, dass diese krasse Planlosigkeit von Bundesgesundheitsminister Spahn Auswirkungen auf die Impfkampagne in Pforzheim und dem Enzkreis hat. Das duldet keinen Aufschub – ich habe noch am Sonntag an Jens Spahn geschrieben und Aufklärung gefordert.

Der Impfstoff von Moderna ist sehr leistungsstark und basiert auf derselben fortschrittlichen mRNA-Technologie wie das BioNTech-Vakzin. Studien weisen sogar auf eine etwas höhere und länger anhaltende Schutzwirkung des Modena-Impfstoffes hin. Gerade Personen, die zuerst mit BioNTech geimpft wurden, profitieren von einem Booster mit Moderna.

Trotzdem ist die kurzfristige Ankündigung von Jens Spahn, die Auslieferungen von BioNTech zu drosseln und stattdessen vermehrt Moderna an die Hausärzte auszuliefern, ein Rückschlag bei der Booster-Kampagne. Für Arztpraxen bedeutet eine so kurzfristige Ankündigung erheblichen Mehraufwand, der mit einer Woche Vorlauf kaum zu stemmen ist. Ganz praktisch wirft es die Terminplanung vieler Praxen über den Haufen. Vom steigenden Beratungsbedarf ganz zu schweigen.

Hätte sich Jens Spahn schon im Sommer gewissenhaft um eine Booster-Kampagne gekümmert, stünden wir jetzt deutlich besser da. Wir hätten die Auslieferung der Impfstoffe viel besser steuern können, um etwa Moderna gezielt in die Impfzentren zu liefern. Das ist ein groteskes Organisationsversagen: solche Ankündigungen macht man nicht holterdiepolter freitagabends, sondern kündigt sie mit genügend Vorlauf an. So könnte man die Unterschiede der Vakzine erklären und den niedergelassenen Hausärzten ausreichend Zeit für die Umstellung geben.

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