Zu den aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts zu hitzebedingten Todesfällen erklärt Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete für die Menschen in Pforzheim und dem Enzkreis sowie Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesarbeitsministerin:
„Die aktuellen RKI-Schätzungen machen mich betroffen: Bereits 5.120 Menschen sind in diesem Sommer in Deutschland infolge von Hitze gestorben. Das sind keine abstrakten Zahlen. Dahinter stehen Menschen, Familien und Schicksale. Und sie zeigen sehr deutlich: Hitze ist längst zu einer ernsten Gefahr für Gesundheit und Leben geworden.
Auch bei uns in Pforzheim und im Enzkreis spüren die Menschen, was immer häufigere und intensivere Hitzeperioden bedeuten. Ältere Menschen in aufgeheizten Wohnungen, Kinder in Kitas und Schulen, Beschäftigte auf Baustellen, in Werkhallen, in der Pflege, in der Logistik, in der Landwirtschaft oder im Handwerk – sie alle brauchen wirksamen Schutz. Hitzeschutz ist keine Nebensache.“
„Wer unser Land am Laufen hält, muss auch bei Hitze geschützt sein. Genau daran arbeiten wir im Bundesministerium für Arbeit und Soziales“, erklärt Mast. Der Klimawandel verändere die Arbeitswelt bereits heute. Hitze, UV-Strahlung und Extremwetter seien konkrete Risiken für Gesundheit, Sicherheit und Produktivität.
Mit dem Abschlussbericht „Klima wandelt Arbeit“ hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit rund 280 Expertinnen und Experten wichtige Grundlagen erarbeitet. Es gehe nun darum, Hitzeschutz im Arbeitsalltag praxistauglich zu verankern, etwa durch betriebliche Hitzeschutzpläne, angepasste Arbeitszeiten, Schatten, Trinkwasser, Pausen, kühle Aufenthaltsräume und klare Gefährdungsbeurteilungen. „Hitzeschutz darf nicht davon abhängen, wo jemand wohnt oder arbeitet. Gute Arbeit bedeutet heute auch, Arbeit klimagerecht und gesund zu gestalten“, betont Mast.
Die aktuellen Zahlen seien ein deutlicher Warnruf. Prävention müsse gestärkt und Schutzmaßnahmen konsequent umgesetzt werden. „Jede und jeder spürt, was Hitze mit dem eigenen Körper macht. Unser Anspruch ist deshalb klar: maximaler Schutz im Arbeitsleben“, so Mast abschließend.