Die unabhängige Alterssicherungskommission hat heute ihre Ergebnisse an Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas übergeben. Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete für die Menschen in Pforzheim und dem Enzkreis sowie Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesarbeitsministerin, begrüßt diesen wichtigen Schritt für eine zukunftsfeste Rente.
„Die Vorschläge greifen ineinander und alle müssen etwas beitragen, damit die Renten in Zukunft steigen. Das ist für alle Generationen gut. Jeder einzelne Vorschlag ist für sich genommen diskussionswürdig, aber am Ende bildet dieses Ergebnis ein Gesamtkunstwerk für eine stabile, verlässliche und gerechte Altersvorsorge mit starker Zukunft“, so Mast.
„Wir brauchen dringend Reformen. Ohne Reformen drohen ab 2031 ein deutlich sinkendes Rentenniveau und zugleich steigende Beiträge. Deshalb ist es richtig, dass wir große Reformen angehen“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete.
Zu den zentralen Empfehlungen zählt die Einführung einer gesetzlichen Kapitalrente innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung. „Der große Vorteil ist: Die Kapitalrente erreicht die Menschen automatisch – ohne komplizierte private Versicherungen oder teure Verträge“, erklärt Mast. Das Kapital soll in einem Staatsfonds breit gestreut, renditeorientiert und kostengünstig angelegt werden. Die Erträge fließen später 1:1 zuzüglich Rendite in die Renten der Versicherten. „So profitieren alle Versicherten von den Chancen des Kapitalmarkts, nicht nur diejenigen, die sich private Vorsorge leisten können“, so Mast. „Die gesetzliche Kapitalrente stärkt die gesetzliche Rente und sorgt dafür, dass die Renten auch in Zukunft steigen. Zugleich wird damit auch der Finanz- und Wirtschaftsstandort Deutschland gestärkt“, sagt Mast.
Eine Versicherung für alle Erwerbstätigen ist das Idealbild. Erste Schritte in Richtung einer Erwerbstätigenversicherung sind deshalb Teil der Empfehlungen. Künftige Selbstständige und Abgeordnete sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. „Mehr Gerechtigkeit heißt auch: Die Finanzierung der Rente muss breiter aufgestellt werden. Wenn mehr Menschen einzahlen, stärkt das die Solidarität“, so Mast.
Weitere Empfehlungen betreffen die moderate Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung, die Abschaffung der Privilegien für Minijobs, eine bürgernähere und effizientere Deutsche Rentenversicherung sowie einen Sozialpartnerdialog zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung.
Die gesetzliche Rente sei und bleibe eines der zentralen Versprechen des Sozialstaats. Sie schütze Millionen Menschen im Alter und bei Erwerbsminderung und stehe für Sicherheit, Solidarität und die Anerkennung von Lebensleistung. „Gerade in Pforzheim und im Enzkreis arbeiten viele Menschen hart, oft ein Leben lang – in der Industrie, im Handwerk, in der Pflege, im Handel oder in kleinen Betrieben. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Arbeit auch im Alter zählt. Eine starke gesetzliche Rente ist für diese Menschen keine abstrakte Zahl, sondern die Grundlage für Sicherheit und Würde im Alter“, betont Mast.
„Die Empfehlungen der Alterssicherungskommission sind ein entscheidender Schritt für die notwendigen Reformen unseres Rentensystems. Jetzt geht es darum, aus diesen mutigen Vorschlägen gute Gesetze zu machen. Sie müssen nun sorgfältig beraten, ausdifferenziert und in konkrete Verbesserungen für die Menschen übersetzt werden“, so Mast abschließend.