Das Schulprojekt „Junger Rat für Mast“ – eine Erfolgsgeschichte seit 2005

 

Demokratie braucht Demokraten – deshalb verfolge ich mein Schulprojekt „Junger Rat für Mast“ seit über 10 Jahren mit viel Herzblut. Das Grundkonzept ist bundesweit einzigartig: Die Schülerinnen und Schüler werden im Unterricht zu Politikberaterinnen und -beratern. Sie stellen sich Alltagsfragen aus meiner Perspektive – in meiner Position als SPD-Bundestagsabgeordnete.

Im Theodor-Heuss-Gymnasium in Pforzheim

Die Ergebnisse besprechen wir dann gemeinsam im Unterricht. Das ist auch für mich spannend, denn junge Menschen haben einen anderen Blick auf die Welt, auf unsere Gesellschaft und Probleme. So merke ich zum Beispiel immer wieder, welche Zukunftsthemen die Schülerinnen und Schüler umtreiben.

Ob Fragen aus der Arbeitsmarkt-, Bildungs- oder Sozialpolitik: Seit 2005 wurde ich von den Schülerinnen und Schülern zu den unterschiedlichsten Themen beraten und habe viele tolle Vorschläge und Anregungen mit auf den Weg bekommen. Neue, junge Ideen sind immer willkommen, um Politik bunter und vielfältiger zu machen. Auf Instagram aktiver zu sein und mehr Stories zu nutzen, war die Empfehlung einer Schulklasse. Ziel ist es aber auch, dass junge Menschen sich informieren, diskutieren, verhandeln und ihre Meinung vertreten. Denn so werden demokratische Werte vermittelt und gesellschaftliches Engagement gefördert.

Wie läuft das genau?

 

In der Vorbereitungsphase erfolgt eine Ausschreibung und bei Interesse von Schulklassen werden mögliche Themen mit den Lehrkräften besprochen. Die Durchführungsphase ist Schritt zwei und gleichzeitig mein erster Schulbesuch.

OK – nicht alle Ratschläge teil ich ?

Wir lernen uns kennen, besprechen das Thema und das Vorgehen. Nach sechs bis acht Wochen komme ich für die Auswertungsphase wieder in die Schule. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Lösungen, die wir anschließend diskutieren. Am Ende erhalten die Schülerinnen und Schüler von mir ein Teilnahmezertifikat.

Die Themen sind bunt gemischt. So habe ich mich in diesem Jahr mit der Realschule in Niefern mit der Frage „Politikverdrossenheit der Jugend?“ auseinander gesetzt. In Mühlacker haben mir die Schülerinnen und Schüler mit auf den Weg gegeben, wie wichtig das Thema „Respekt – lokal, medial, normal?“ ihnen ist. Ich wurde auf das Thema Mobbing – welches im digitalen Zeitalter durch ständige Erreichbarkeit, Gruppenchats und Bildinszenierungen eine völlig neue Brisanz entwickelt – angesprochen und für die Probleme sensibilisiert. In der Pflegeschule des Siloah Krankenhauses, welche ich zusammen mit dem Pflegebeauftragten der Bundesregierung besucht habe, wurde diskutiert, was Politik tun kann, um Pflegeberufe attraktiver zu machen.

 

Über 2000 Teilnehmende

 

Die rege Teilnahme in den vergangenen Jahren zeigt, dass sich junge Leute für Politik interessieren und begeistern lassen. Durch „Junger Rat für Mast“ wird Politik erlebbar und nachvollziehbar.

Mittlerweile kratzen wir fast an der magischen Marke von 2000 Teilnehmenden, bunt gemischt kommen sie von Haupt- und Realschulen, von Förderschulen und Gymnasien in meinem Wahlkreis Pforzheim und dem Enzkreis. Von den Schulklassen kommen immer wieder Rückmeldungen wie: „Die nimmt uns ernst und hört zu!“ Und die Lehrkräfte freuen sich, dass sich junge Menschen für Politik begeistern lassen. Meine eigene Biographie als Hauptschülerin hilft mir häufig, Zugang zu allen Schülerinnen und Schülern zu finden.

Eindrücke meiner Schulbesuche

Information und Bewerbung

Für weitere Informationen, auch bezüglich der Bewerbung, steht Ihnen mein Bürgerbüro in Pforzheim gerne zur Verfügung:

Telefon: 07231-351429
E- Mail: katja.mast@bundestag.de